INTERNATIONALER HERZSCHWÄCHE-TAG 2021

INTERNATIONALER HERZSCHWÄCHE-TAG 2021

Am 25. September 2021 findet eine Wanderung zum Internationalen Herzschwäche-Tag statt. Damit möchten wir mit Ihnen ein starkes Zeichen der Zuversicht setzen: Eine gemeinsame Wanderung von Menschen mit Herzschwäche und ihren Angehörigen.

Regelmäßige Bewegung verbessert die körperliche Fitness bei Patienten mit Herzschwäche und ist ein guter Ausgleich für Körper und Seele. Wir richten uns an alle, die trotz Herzschwäche aktiv bleiben und ein „normales“ und erfülltes Leben führen wollen.

Den Mann ohne Herz:
Sascha Kircher.

Macht mit und wandern wir gemeinsam mit Ex-Olympiasieger Fritz Strobl!

TERMIN: SAMSTAG, 25. SEPTEMBER 2021 (Ersatztermin: 26. September 2021)
TREFFPUNKT: 10:00 Uhr auf der Koralpe am Parkplatz des Alpengasthaus SONNHOF oder mit Shuttle von Eitweg am Fuß der Koralpe.
START DER WANDERUNG: 11:00 Uhr
Gehzeit ca. 2 Stunden / Schwierigkeitsgrad: Leicht
MITTAGESSEN: 13:30 Uhr

Hier können Sie die Einladung zu
Wandern mit Herzschwäche
herunterladen:

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Fritz-Strobl

Der Kärntner Fritz Strobl (* 24. August 1972 in Lienz) gehörte um die Jahrtausendwende zu den weltweit besten Athleten in den Ski-Disziplinen Abfahrt und Super-G. Er gewann im Skiweltcup neun Rennen, wurde 2002 Abfahrts-Olympiasieger sowie 2007 Weltmeister im Mannschaftswettbewerb und Vizeweltmeister im Super-G. Aufgrund des ihn charakterisierenden „schleichenden“ Fahrstils nannte ihn Kommentator Robert Seeger „Fritz the Cat“ (Fritz die Katze), sein eigentlicher Spitzname im österreichischen Skiteam lautete aber „Friedl“.

Fritz-Strobl

Der Kärntner Fritz Strobl (* 24. August 1972 in Lienz) gehörte um die Jahrtausendwende zu den weltweit besten Athleten in den Ski-Disziplinen Abfahrt und Super-G. Er gewann im Skiweltcup neun Rennen, wurde 2002 Abfahrts-Olympiasieger sowie 2007 Weltmeister im Mannschaftswettbewerb und Vizeweltmeister im Super-G. Aufgrund des ihn charakterisierenden „schleichenden“ Fahrstils nannte ihn Kommentator Robert Seeger „Fritz the Cat“ (Fritz die Katze), sein eigentlicher Spitzname im österreichischen Skiteam lautete aber „Friedl“.

HERZSCHWÄCHE (Herzinsuffizienz)

HERZSCHWÄCHE (Herzinsuffizienz)

Die chronische Herzschwäche gehört in Österreich zu den häufigsten Erkrankungen. Sie führt zu Luftnot bei körperlicher Anstrengung und kann die Lebensqualität in hohem Ausmaß beeinträchtigen.
Die moderne Medizin bietet zwar keine Heilung, kann aber den Krankheitsverlauf deutlich verlangsamen und sogar eine Verbesserung der Lebensqualität bewirken.
Von Herzschwäche Betroffene können durch achtsamen Umgang mit ihrer Erkrankung und ihrem Körper viel zur erfolgreichen Behandlung beitragen.
Insbesondere regelmäßige, körperliche Aktivität ist ein Meilenstein in der Therapie der Herzschwäche.
Anlässlich des Internationalen Herzschwäche-Tages möchten wir mit Ihnen gemeinsam ein starkes Zeichen der Zuversicht setzen. Wir möchten zeigen, dass es Patientinnen und Patienten mit Herzschwäche auch gut gehen kann.

200119_KAG_HerzMobil_Lifestyle-Broschuere

Hier können Sie die Broschüre
BESSER LEBEN MIT HERZINSUFFIZENZ
Information für Patienten mit Herzschwäche“
herunterladen:

200119_KAG_HerzMobil_Lifestyle-Broschuere

Hier können Sie die Broschüre
BESSER LEBEN MIT HERZINSUFFIZENZ
Information für Patienten mit Herzschwäche“ herunterladen:

TYPISCHE ANZEICHEN:

Die chronische Herzschwäche zählt weltweit zu den häufigsten Erkrankungen. Sie beschreibt einen Krankheitszustand, bei dem die Herzfunktion nicht mehr ausreicht, um den Körper ausreichend mit Blut, und damit Sauerstoff, zu versorgen.

Grundsätzlich können alle Herzerkrankungen (z.B. Herzklappenerkrankungen, koronare Herzerkrankung, Herzrhythmusstörungen oder Herzmuskelentzündung) in diesem Zustand münden. Daher ist die Abklärung der Ursache einer Herzschwäche entscheidend, um eine genaue Behandlung zu ermöglichen.

Das Leitsymptom der Herzschwäche ist die Luftnot, deren Ausmaß auch den Schweregrad der Erkrankung widerspiegelt.

Weitere Symptome beinhalten schnellere Erschöpfbarkeit, zunehmende Müdigkeit und Schwindel.

Zu den Zeichen der Herzschwäche gehören Wassereinlagerungen in den Beinen oder auch Ergüsse im Lungenspalt oder im Bauchraum, weiters können Herzrhythmusstörungen auftreten.

Weniger typisch, aber auch häufig sind Appetitlosigkeit, Depressionen bzw. Herzstolpern. Gewichtszunahme, aber auch Gewichtsverlust sind zwar weniger spezifisch bei Herzschwäche, spielen aber im Krankheitsverlauf eine wesentliche Rolle.

Alle Symptome und Zeichen der Herzschwäche können auch bei anderen Erkrankungen auftreten bzw. sind teilweise auch subjektiv und schwer messbar (z.B. Müdigkeit und Erschöpfbarkeit).

Der erste Schritt ist daher die Objektivierung der Beschwerden,
z.B. mittels eines Belastungstests oder der Bestimmung von
Laborparametern.

Bei einem plötzlichen Auftreten von Atemnot und/oder Druck auf der Brust sollte die nächste Notaufnahme aufgesucht werden.

Der Verdacht auf das Vorliegen einer Herzschwäche kann mittels der Bestimmung des Laborwerts NT-proBNP und der Durchführung eines EKGs erhärtet werden.

Die zentrale Methode zur exakten Herzschwäche-Diagnostik ist der Herzultraschall. Bei diesem kann nicht nur die Herzfunktionen gemessen werden, sondern auch eine ursächliche Abklärung erfolgen.

Die Vertiefung der Diagnostik erfolgt meist mittels Bildgebung (z.B. Magnetresonanztomographie) und Herzkatheteruntersuchung.

Durch einen gesunden Lebensstil können Patientinnen und Patienten sehr viel zum Genesungsprozess beitragen. Aus medizinischer Sicht besteht die Basistherapie der chronischen Herzschwäche in einer zeitgemäßen medikamentösen Therapie, die bereits sehr gute Erfolge erzielen kann.

Je nach Ursache ist eine invasive Behandlung notwendig, z.B. das Aufdehnen von Engstellen in den Herzkranzgefäßen bei koronarer Herzerkrankung oder der Herzklappenersatz bei Herzklappenfehlern. Auch Rhythmus-Probleme können mittlerweile sehr erfolgreich mit Eingriffen behandelt werden (z.B. Katheterablation bei Vorhofflimmern).

Eine herzchirurgische Operation kann notwendig sein, wenn z.B. Herzklappenerkrankungen oder koronare Herzerkrankung als Ursache vorliegen.

In der modernen Herzmedizin können mittlerweile sehr viele Eingriffe erfolgreich interventionell (d.h. nicht-operativ) durchgeführt werden, d.h. mittels Zugangs zum Herz über Leisten- oder Unterarm-Gefäße. Sogar der Ersatz oder die Reparatur von Herzklappen kann interventionell durchgeführt werden.

Ein gesunder Lebensstil beinhaltet körperliche Aktivität und ist ein Meilenstein in der Behandlung der Herzschwäche. Patientinnen und Patienten sind dazu angehalten, sportlich aktiv zu sein! Lediglich ist zu beachten, dass die Belastungsschwelle langsam und kontrolliert gesteigert werden sollte.

Auch bei Herzschwäche gilt: „Wer rastet, der rostet“. Gesundheitssport sollte 3-5-mal pro Woche für jeweils 30–60 Minuten und 52 Wochen im Jahr durch geführt werden.

Gerade nach Erstdiagnose einer Herzschwäche empfiehlt sich die Absolvierung einer Reha, bei der Patientinnen und Patienten lernen ihre Belastungsgrenze, z.B. gemessen am Puls, zu erkennen.

Wenn bei der Diagnose der Herzschwäche ein ungesunder Lebensstil – z.B. Rauchen, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung – vorliegt, können durch eine Änderung des Lebensstils hin zu mehr Bewegung und gesunder Ernährung große Erfolge erzielt werden. Oft sind diese größer als durch Medikamente.

Deshalb sollten Patientinnen und Patienten mit Herzschwäche das Bewusstsein für einen gesunden Lebenswandel und ihren Körper schärfen.

Neben regelmäßiger Bewegung und aus gewogener Ernährung ist ein ausreichender Zeitraum für Erholung und Entspannung eine weitere Grundlage für einen gesundheitsfördernden Lebensstil.

Erholung bedeutet für jede und jeden etwas anderes: das kann Lesen sein, ein Besuch in der Therme, eine Urlaubsfahrt oder eine gesellige Run de mit Freunden. Wichtig ist auch, dass man auf ausreichend Schlaf achtet.

Eine Behandlung der Herzschwäche macht vor allem Sinn, wenn Patientinnen und Patienten selbst Interesse an einer Gesundung haben. Rauchen im Allgemeinen und Übergenuss von Alkohol sind bei Herzschwäche schädlich und sollten deshalb vermieden werden.

Alkohol kann die Herzmuskelzellen weiter schädigen, beschleunigt den Herzschlag, steigert den Blutdruck und zwingt dadurch das Herz zu Mehrarbeit.

Maßvoller Alkoholgenuss hingegen gilt nicht als schädlich, bei koronarer Herzerkrankung wird maßvollem Rotweingenuss sogar eine nützliche Wirkung nachgesagt.

Die chronische Herzschwäche ist zumeist nicht heilbar. Häufig ist aber ein Zustand erreichbar, in dem die Atemnot nur bei starker körperlicher Belastung auftritt und eine gute Lebensqualität besteht. Die besten Behandlungserfolge werden erzielt, wenn Arzt und Patient mit vereinten Kräften an der Behandlung arbeiten und neben der modernen Herzmedizin viel Wert auf einen gesunden Lebensstil und Körperbewusstsein gelegt wird.

ÜBER UNS

Die Arbeitsgruppe Herzinsuffizienz in der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt das Krankheitsbild „Herzinsuffizienz“ durch Aufklärung, Forschung, Fort- und Weiterbildung sowie durch nationale und internationale Kooperationen einer breiten Öffentlichkeit vertraut zu machen.

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Von links nach rechts: Nicolas Verheyen, Stefan Prisker, Stefan Pötz, Anna Rab